Gastschüler aus Frankreich verabschiedet

By 8. Juli 2015News

04.07.15

Heute Früh haben wir Sandra Murihano, meine Austauschpartnerin aus Tours, Frankreich, zum Flughafen gebracht. Angereist ist sie am 15.04.15, d.h. sie war jetzt fast drei Monate hier und entsprechend viel mir der Abschied auch schwer. Am Anfang dieses Jahres war ich in Frankreich – für zwei Monate – und in diesen insgesamt 5 Monaten in denen wir zusammen gewohnt haben hatten wir sehr viel Spaß zusammen und es wird sehr komisch sein, wenn sie nun nicht mehr da ist.

Angefangen hatte es im Oktober, als wir begannen, Kontakt aufzunehmen und ich war sehr aufgeregt wie es wohl werden würde, zwei Monate bei einer anderen Familie zu leben. Es hat sich als eine sehr gute Erfahrung rausgestellt, am Tag meiner Abreise aus Frankreich dachte ich nur: „Ich will nochmal!“. In diesen zwei Monaten habe ich viel gelernt (nicht nur in sprachlicher Hinsicht), z.B. wie man schnell Kontakte knüpft oder einfach nur spontan ist.

Ich war jedoch nicht minder aufgeregt darüber, dass Sandra nun zu mir kommen sollte, doch auch da erwiesen sich meine Sorgen als unbegründet. In der Zeit, in der sie bei mir war, sind wir uns nochmal viel näher gekommen, was u.a. daran lag, dass wir hier in eine Klasse gingen und nebeneinander saßen (in Frankreich war beides nicht der Fall gewesen).

Bei uns hier in der Schule wurde sie auch gleich in den Chor verpflichtet, ebenso wie ich sie sofort zu meinen Freizeitaktivitäten mitgenommen habe. Mit ihr waren wir dann auch noch in Berlin, Leipzig, Oranienbaum und im Luisium, was ihr, so denke ich, gefallen hat. Das einzige, worüber sie sich ständig beschwert hat, waren die Temperaturen, die sie einfach nur zu kalt fand.

Der Höhepunkt des Austausches denke ich war die Klassenfahrt. Sandra hat nämlich ihre letzte Klassenfahrt in der zweiten Klasse gemacht als sie ca. 8 war und so war es für sie etwas ganz besonderes, vor allem da sie sich mit den Leuten aus unserer Klasse sehr gut verstanden hat. Die Fahrt ging nach Dresden und in dieser einen Woche war es mir möglich, eine ganz neue Seite von ihr zu entdecken. Sie war plötzlich viel wacher und fröhlicher drauf als es sonst der Fall war.

Ich kann also allen raten, so einen Austausch zu machen, es lohnt sich einfach nur und selbst wenn man sich mit seinem Austauschpartner nicht so gut versteht kann es trotzdem nicht schaden.

Luise Janovsky

5.7.2015

Bald ist es nun soweit, in 2 Tagen fährt meine Austauschülerin Lise Boulay leider wieder nach Frankreich, nachdem sie es fast 3 Monate bei mir ausgehalten hat. Lise kam am 15.4.2015 mit dem Zug sehr spät in Berlin an. Am nächsten Tag musste sie dann schon gleich in die Schule, was sie aber nicht daran hinderte sich sofort in die Klasse einzugliedern und schnell alle aus der Klasse kennenzulernen.

Es war eine sehr schöne Zeit mit ihr. Den ersten schriftlichen Kontakt zwischen uns  gab es schon  im Oktober 2014 und am Anfang dieses Jahres reiste ich dann zu ihr und verbrachte 2 Monate in Frankreich. Ich fühlte mich dort sofort wie zuhause, obwohl es anfangs sprachliche Barrieren gab, die ich schnell überwand, da ich mich in der Familie sehr wohl fühlte. Am Ende meines Aufenthaltes in Frankreich wunderte ich mich wie schnell die Zeit vergangen war und  dass ich schon wieder nachhause muss. Diese 2 Monate waren für mich einer der besten Erfahrungen meines Lebens.

Vor 3 Monate also Lise zu uns nach Deutschland, jedoch war sie am Anfang noch etwas schüchtern, da alles fremd für sie war, doch schon bald wurde sie offener und wir begannen viel Spaß zusammen zu haben.

In der Schule fand sie schnell Freunde und wurde auch sofort in den Chor eingeladen, um dort für die Fürstsingers zu singen. Außerdem organisierten wir für sie, dass sie einmal pro Woche schwimmen gehen konnte und wir nahmen sie so oft wie möglich mit zum Tennis spielen.  Eigentlich ist sie kein Fußballfan, doch sie musste jedes Wochenende mit zu mir oder meinem Bruder auf den Fußballplatz. Und jetzt am Ende hat sie sogar gesagt, dass sie Fußball mag. Natürlich haben wir auch die ganzen tollen Städte, wie Leipzig, Magdeburg oder auch Erfurt, mit ihr angeschaut und einen wunderschönen Ausflug in den Spreewald gemacht. Aber ich glaube, dass der Höhepunkt ihres Austausches die Klassenfahrt mit unserer Klasse nach Dresden war. Ihre Letzte ist schon 4 Jahre her, deshalb freute sie sich besonders darauf. Die Klassenfahrt war ein voller Erfolg. Sie konnte nicht nur eine schöne Stadt kennenlernen sondern auch ihre Mitschüler von einer ganz anderen Seite. Außerdem traf sie sich mit einer Freundin aus Frankreich, die auch einen Austausch nach Dresden gemacht hat. Jetzt möchte Lise eigentlich noch längere hier bleiben, doch sie wird zu sehr von ihrer Familie vermisst.

Am Ende kann ich sagen, dass ich diesen Austausch jederzeit nochmal machen würde. Ich habe so viele Erfahrungen gemacht und viele sehr interessante Menschen getroffen. Und ich würde jedem so etwas empfehlen zu machen.

Tim Mäbert.

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